diary 3

wie schön, dass ich mich nicht mehr auf meine engsten vertrauten verlassen kann. Wenn man, wie ich, in seiner persoenlichsten endzeit angekommen ist, wo alles, was einem lieb & wert ist, ueber den abgrund der welt faellt, dann verwundert auch dies nicht weiter – sollte man meinen. mein nervenkostuem ist jedoch noch nicht ganz kaputt, obzwar es aeusserst duenn gebaut ist, die struktur, das „skelett“, ist am zusammenbrechen, doch das haus steht noch.
& die erosion schreitet voran mit jedem neuen tag. soll ich traurig sein? habe ich mich nicht schon von meinen so genannten freunden vor zwanzig jahren oder länger verabschiedet? es ist ein schmerzhafter prozess, ich bin auch nicht ganz unschuldig daran, aber der schmerz ist da – ich sollte mal eine „poesie der selbstquaelerei“ schreiben. & beim lesen bitte die sicherheitsnadel in der linken backe nicht vergessen …….

 

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