Diary_4.1

die gluehenden kohlen unter meinen fuessen werden weiter geschuert – irgendein teufel haelt sie am kochen, da bin ich ganz sicher. aushalten ist da nicht mehr lange drin. schon einmal bin ich gar gekocht worden, vor neun jahren, heiliger strohsack, wann weiss ich denn eigentlich nun bescheid, wie es mit mir weitergehen wird!? das warten hat sich bis jetzt nicht ein einziges mal gelohnt. & ich bin nicht gerade der geduldigste.
die sensen sind scharf geschliffen, die gewehre geladen & die kanonen frisch geputzt, worauf warten diese leute noch, ich warte auf dieses kommende hauen & stechen, aber sie  …  ?

 meine guete, mir gehen die metaphern aus, & die zeit draengt.

da ich ja in der oeffentlichkeit stehe wie ein nacktes huhn,  frage ich mich allmaehlich, ob sich einer der möglichen leser dieser schlichten zeilen inzwischen  fragt, um was es mir hier eigentlich geht, welches mein geheimnisvolles thema ist – nun ja, es geht mir um ein elementares  – eigentlich das elementarste – anliegen in meinem bisherigen leben, das wahrlich nicht allzu oft auf rosen gebettet war & ist.

<fortsetzung folgt>

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