diary 2_26.07.2010

Mein Betreuer vom Landkreis war heute bei mir. Er hatte keine guten und keine schlechten Nachrichten für mich, ich konnte ihm auch nur den status quo der letzten Wochen und Monate berichten – lang ist der Weg durch die Hoffnungslosigkeit. Er will mir Mut machen, aber ihm wird es nicht gelingen. Es gibt keinen Ausweg, es muss zu Ende gegangen sein, mein Arbeitsvertrag endet am 30. November dieses Jahres. Dann kann ich einen neuen Blog öffnen, Die Hartz4-Zeit eines Mittfünfziger Alteisenteils. Vielleicht finde ich noch einen sarkastischeren Titel.
Eine sichere Zukunft habe ich nie wieder, also kann ich sie auch voll ausnutzen. Aber wie die aussieht, das kann ich mir nicht ausmalen. Es wird allmählich sauspannend. Ein hartz4-Krimi, mit offenem Ausgang, ha ha.
Nicht viel in meinem Leben ist so eingetroffen, wie ich es geplant oder erhofft, herbeigebetet habe. Meistens das letztere tat ich, denn einen Plan gab es nicht. Es ist einerlei, ich wollte fast zu keiner Zeit einen ausarbeiten, was meine zukunft betraf. Nun brauche ich womöglich keinen mehr. Der Zug ist abgefahren, die Gleise werden bald stillgelegt, vielleicht sogar abgerissen.

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