Offener Brief an Ursula von der Leyen

Verehrte und geehrte Frau Ministerin,

                                                                                              bis gestern war ich ein heimlicher Bewunderer Ihrer Person & Ihrer Persönlichkeit – Heute bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Sie diese menschlichen Attribute verdienen. Die Zeit steht nicht still, bei mir ist sie mit galoppierender Not verbunden, wie bei den anderen gegenwärtigen & zukünftigen Hartz-IV-Empfängern. Frau von der Leyen, was denken Sie, sind 5,00 Euro im Monat nicht ein bisschen wenig, um vor dem Bundesgerichtshof bestehen zu können? Wissen Sie, was 359,00 oder 364,00 Euro im Monat bedeuten in den kommenden Jahren?
Lassen Sie es mich pathetisch ausdrücken: Allein diese Zahlen der Grundsicherung sind der reine Hohn für einen Menschen, der in der Bundesrepublik Deutschland ein menschenwürdiges Leben führen soll. Jeder Bettler, jede dumme Nuss von der Strasse wird ihnen das sagen können. Ich zähle mich leider (noch) nicht zu denen, die auf der Strasse existieren müssen. Aber ich werde trotz alledem ab Dezember 2010 wieder ein Hartz-iv-er sein, wie es so schön im Volksmund heisst.
Aber nicht nur Sie allein sind für diesen Mist, der sich auch noch sozial nennt, verantwortlich – Ihre Vorgänger haben dieses Gesetz verbrochen, & die schreien heute am lautesten, wie ungerecht es doch in Sozialdeutschland zugeht! Dieses Gesetz ist eine Schande für Deutschland. Es reicht nicht, dass die Steuerzahler für alles bluten sollen, die Armen sollen ver-bluten.
Ja. Gut. Lasst die Armen ausbluten, könnt ihr ja deren Blut noch sammeln & an die Krankenhäuser oder ans Rote Kreuz verscherbeln!

Wenn alles so leicht wäre …….

 

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