Was gehoert wem im system?!

soll das system wackeln?
es soll – es wackelt schon. (um die frage in einem meiner vorherigen posts aufzugreifen …..)
wer oder was ist das „SYSTEM“? ich weiss nur eines: es ist ein beliebtes wort fuer die umschreibung des nichtwissens oder nichtkennenwollens, eines unglueckes, eines vermeidenwollens eines pech-gehabt-kumpel-kommentars & dergleichen peinlichen bekundungen. so, genug der moralischen fragwuerdigkeiten, zurueck zu  frage 1: WER?   
w e r   das system verkoerpert ist fast schon klar, naemlich nie derjenige, der darueber spricht, er will immer davon ausgeklammert sein – mir selbst ergeht es auch nicht anders, wenn ich vom system spreche. man will demonstrieren dadurch, dass man selber gegen das system ist. das ist eine ueberaus wichtige aussage. doch wer oder wo sind die abwesenden, die das „system“ tatsaechlich ausmachen oder verkoerpern? jedenfalls sind sie weit, sehr weit entfernt von hier. & aufgrund dieser grossen distanz kommen wir der sache schon ein wenig naeher. je weiter etwas weg ist, je abstrakter der ausdruck (gott!, metaphysik!, angela merkel!), desto weniger schuld traegt man selber daran – aber das soll nicht bedeuten, dass man nicht darueber streiten oder keinen krieg vom zaun brechen soll. das SYSTEM ist keine einzelperson, es ist eine institution, die die probleme der zeit instrumentalisiert.

sie ahnen sicher, worauf ich hinaus will, das system ist der staat. doch wer ist „DER STAAT“? da der bildungsetat für den durchschnittlichen hartz iv-empfaenger zur zeit 1,69 euro pro monat betraegt, werde ich mir tunlichst verkneifen, an dieser stelle profunde sozialkundliche erklaerungen abzugeben. dafuer fehlen mir zur zeit die worte.
nur eines: frueher war man der meinung, der staat bestehe aus seinen buergern, also den einwohnern eines landes. die haetten eine stimme bei den verschiedensten wahlen & koennten so den gesetzgeber & den regierenden positiv beeinflussen. positiv im sinne von demokratisch & sozial. frueher.
frueher oder spaeter setzte sich aber die these durch, dass die staatsbuerger keinerlei buergen mehr fuer ihre staatszugehoerigkeit haetten & somit von der gesetzgebung & dem regieren auszuklammern seien. natuerlich beruehre das auf keinen fall die steuerzahlfaehigkeit jedes einelnen staatsbuergers. & die muesste frueher oder spaeter ebenfalls noch gruendlich untersucht werden, siehe die datenschutzgesetze, die sozialgesetzgebung & die finanz- & rentenpolitik. boese zungen behaupten sogar, dass der staat regulierend einzugreifen habe & das volk durch ein anderes ersetzen koenne, durch allgemeine wahlen im rahmen der freiheitlich-demokratischen grundordnung.

zu frage 2: WAS ist das system?
das system ist ein kuenstlich geschaffenes gebilde. es dient der desorientierung des einzelnen buergers, der seine muendigkeit an der garderobe des reichstages in berlin abgibt & dafuer einen maulkorb erhaelt. nebenbei bemerkt: die muendigkeit des buergers ist kostenlos, ein maulkorb besteht aus leder oder aus metall & verursacht kosten. dies nennt man – im sinne des systems – wertschoepfung in einer volkswirtschaft. hat der buerger seinen maulkorb erhalten ist er nurmehr ein kostenfaktor & muss dafuer aufkommen. von diesem aufkommen ernaehrt sich das system. das system ist das autoritaere perpetuum mobile des staates, ein so genannter inferiorer staatsakt an & fuer sich. nur der ausgerollte rote teppich fehlt.

dem system fehlt lediglich die antithese – & somit kann es auch keine synthese geben, um im hegelschen sprachgebrauch zu bleiben. denkt an heinrich heine – nicht nur in der nacht – der hat sich oft genug fuer deutschland um den schlaf gebracht.

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3 Kommentare zu „Was gehoert wem im system?!

  1. Jetzt, wo Du es sagst: bei genauerem Hinsehen hätte man wirklich am „Hotel“ zweifeln können. Deshalb schien es mir dem Stadtbunker ähnlich. Eine Satire zu verpassen ist doch schade. Aber vielleicht beim nächsten mal…

  2. Hallo Sutaio! Deine Seite lebt in ständiger Veränderung, der Stadtwolf scheint hyperaktiv – also wünsche ich Dir heute einen ruhigen Tag. Genieß das schöne Wetter, falls es in Blieskastel auch so ist wie hier an der Küste. Übrigens besteht eine gewisse äußere Ähnlichkeit der Fotos von Abriss dieses ehemaligen Nobelhotels zu dem Abriss eines Lübecker Stadtbunkers, was ich amüsant finde. Dieser Stadtbunker hier gehört eigentlich auch geschützt: als denkwürdiger Zufluchtsort, Freund, Symbol dafür, was Menschheit zu fürchten hat und was heutzutage schon gar nicht mehr hilft. Leider stand der Bunker seit zig Jahren leer. Woanders wäre den „Besitzern“ vielleicht eine Möglichkeit zur Nutzung eingefallen. Der Stumpfsinn ist tragisch. Gruß also!

    1. hallo, du interessanter autor an der küste,
      hoffentlich bist du nicht auf meine satire hereingefallen, das mit dem nobelhotel stimmt nämlich gar nicht, tivoli war lediglich eine malzfabrik – & die ganze geschichte ist als ein seitenhieb auf die verantwortlichen blieskastels zu verstehen, die es nicht fertigbringen, anständige hotels hierher zu bringen, was blieskastel verdammt nötig hätte. das ganze hat´n paar milliönchen gekostet & was wird daraus werden, na!? acht parkplätze wollen sie da hinbauen. schade, hätte ich alles erwähnen sollen, die realsatire ist immer noch besser als meine. sorry nochmals, dass ich dich & wahrscheinlich alle anderen leser hinters licht geführt habe. aber bei der erstellung der fotos, die wesentlich zahlreicher sind als die der veröffentlichten, hat es mich monatelang gejuckt, eine böse satire loszuwerden.

      liebe grüsse von sutaio

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