Mein vorletzter Tag im Amt der fürsorglichen Entsorgung

es ist nicht der vorletzte tag in meinem leben – es ist nur, als wuerde ich aus dem gefaengnis entlassen oder ginge in pension nach einem arbeitsreichen, ausgefuellten leben. stimmt aber alles nicht, es ist nur eine vorstufe fuer ….. den fahrstuhl zum schafott!? die erwartungen haben sich nicht erfuellt, die ignoranz ist gewachsen, die tagesordnung wird gewahrt, was soll schon sein, wenn einer geht, der naechste steht schon vor der tuer. ich weiss in diesen tagen nicht, wo hinten & vorne ist, es ueberfaellt mich nur eine seltsame melancholie, dies alles ungeloest, unerfuellt, unbeantwortet hinter mir lassen zu muessen. ich gehe hier weg unter zwang, wuerde gerne noch ein paar jahre, fuenf bis zehn koennten es schon sein, arbeiten, aber die gleichgueltigkeit ist uebermaechtig. also passe ich mich dieser mehr oder weniger an – wie das geht?!
gelassenheit zeige ich – bis zur gespielten schlappheit, es beruhigt & bringt mir ein ironisches laecheln ein, das ich zur schau tragen will, bis es zeit wird, das buero zu verlassen.

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