Erste Tage Im Alg II-Reservat

mein zweites leben mit hartz iv – & eine odyssee setzt ein, die sich gewaschen hat. dienstagmorgen, 2. november, warten im arbeitsamt auf eine bescheinigung, warten bei der stadtverwaltung auf das ausfuellen dieser bescheinigung, warten in der ARGE, dass ich drankomme. dann komme ich dran, es ist mittlerweile nach elf uhr, seit acht uhr bin ich hier in der stadt. die junge empfangsdame spricht sehr schnell, als haette sie es eilig, & sie ist nett & hoeflich.

 um dreizehn uhr komme ich nach hause – im haus wartet jemand auf mich, eine besucherin: die kleine schwester der melancholie, die wiederholung. sie laechelt dabei, als sie sagt: „habe ich recht gehabt, als ich sagte, du kaemst erst nach 12 uhr!?“
sie ist ein bisschen rechthaberisch, muesst ihr wissen.
die stadtverwalter kuessen mir selbstverstaendlich nicht den arsch, als ich dort vorspreche für eine bescheinigung, sie ignorieren mich beinahe zu grunde. es waere mir nur recht, & es ist nicht das erste mal.

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