Stadtwolf & Steppenwolf begegnen sich – Wolf in the city Part 11

wie wird es wohl sein in der wildnis blieskastels, gibts die wisente & die elche denn noch? ich glaube nicht, aber die woelfe kehren zurueck, habe ich gehoert, sie sind schon ueber brandenburg hinaus. schade eigentlich, die eiszeit war immer eine nahrhafte quelle fuer uns woelfe gewesen.
wenn die tierschuetzer wuessten, dass sie schon lange da sind, & dazu noch in der stadt, dann wuerden sie den tierschutz womoeglich links liegen lassen. waere mir nur recht. dann koennte ich mehr reissen & noch eine grossfamilie ernaehren – so muss ich vorsichtig sein & mich von dem ernaehren, was diese ueber die massen reichen menschen uns stadtviechern uebriglassen. ich bin nur gespannt, wann mir so ein steppen- oder waldwolf begegnen wird, kann nicht mehr allzu lange dauern, meine instinkte sagen es mir. seitdem die deutsche bank weiter im kommen ist, wie ihr ackermann es so selbstzufrieden mitgeteilt hat, weiss ich auch, dass die wolfe los sind. geschieht den menschen recht, warum vertrauen sie auch so sehr diesen wildhuetern wie ackermann, haben sie keine besseren modelle auf lager? was ist denn die aufgabe eines wildhueters? nicht alleine die hege & pflege seiner schuetzlinge in wald & feld zu betreiben, sondern auch die beutegreifer respektive die fressfeinde zu vertreten, das ist doch seine aufgabe. ein gutes attribut fuer einen bankdirektor, finde ich, fuer einen vorstandsvorsitzenden einer grossbank allemal.
aber ich schweife ab, ich will ja von den kommenden steppenwoelfen erzaehlen, sie werden mir in der stadt konkurrenz machen wollen – ich muss rechtzeitig vorsorge treffen, damit sie mir nicht die butter vom brot nehmen. bis heute haben sie es jedoch allemal geschafft, mich fertig zu machen, es muss an mir liegen, vielleicht bin ich fuer die stadt & die wildnis zu sensibel. vielleicht wandere ich aus, wer weiss, wenn meine prinzessin mitmacht … verstehe ein stadtwolf die frauen im wolfspelz ….!? sie werden den steppenwoelfen nur wieder schoene bernsteinfarbene augen machen & ihnen das graue fell streicheln wollen, ich kenne sie doch zur genuege – es ist keinerlei verlass auf sie, das weiss ich – deshalb fuerchte ich auch diese woelfe aus der wildnis, sie kommen daher, machen sich breit & wollen nur einen guten lenz haben, mit allem komfort & kommnach, & unsereins darf sich trollen, mit eingezogenem schwanz, diese geste haben sich die hunde bei uns abgeguckt. sind bis jetzt ganz gut damit gefahren, die hundesoehne & -toechter, sie konnten sich noch weitaus mehr anpassen als unsereins. wie sagte einer meiner frueheren leitwoelfe: „ich kanns nicht jedem rechtmachen, dann mache ichs lieber keinem recht.“
recht hatte er.
aber die leitwoelfe gibts nicht mehr, seit sich die stadtwoelfe unterworfen haben & in die anonymitaet abgedriftet sind, die stadt ist mitunter moerderischer als die steppe. allein, ich moechte nicht mehr tauschen. meine zaehne werden allmaehlich stumpf, um den bart bin ich schon ganz grau, meine prinzessin sagt, ich waere ein lahmer hund, der keinen knochen mehr anbringen koennte – es wird zeit, dass mein lebensabend anbricht & die darauffolgende nacht nicht so lange dauert.
keine bange, mich wird´s schon noch geben, nur nicht so, wie man es von mir gewohnt ist, naemlich friedlich & geduldig im verborgenen zu sitzen & abzuwarten, ich habe meine pfoten ueberall drin, & meine krallen sind alles andere als stumpf. nur benutze ich sie selten, allzu selten, zugegeben, denn ich habe mich an die torheiten & bosheiten der menschen derart gewoehnt, dass ich sie auch auf mich uebertrage. ich habe gar nicht gewusst, dass die menschen so viele woelfische charaktereigenschaften in sich tragen. & je mehr sie an etwas glauben, desto schlimmer sind sie. hoffentlich faerbt das nicht zu sehr auf die steppenwoelfe ab ….

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