Wie schoen ist denn Panama?

philipp sutaio erinnert sich (ungern)

ich war noch niemals in new york, ich war noch niemals in panama – aber ich war, reden wir dabei vom fruehjahr 2006, wuetend wie ein peitschenknall, als ich in die hartz4-maschinerie mit ihren 1euro-jobs geriet. blauaeugig wie immer, dachte ich, es waere eine gute gelegenheit, einen job zu finden. aber ich kann sie beruhigen, werter leser, die gelegenheit ging vorueber.
ich liebe meine freiheit & kenne darueber trotz alledem meine pflichten. ich liebe meine pflichten & erkenne meine freiheit als solche an. ich verpflichte mich der freiheit & fluechte in die erkenntnis. ich erkenne meine flucht an & freue mich auf die neuen bekannten. ich bekenne mich zu meinen tanten & verzichte auf die onkels. ich renne gegen ecken & kanten, richte mich nach den kurven, & surfe im unterbewussten, bis der arzt kommt. soll ich noch weiter schwafeln, werter leser, oder reicht es dir?
so oder so aehnlich fuehlte ich mich damals in diesem 1euro-dings, das sich job nennt – werturteile kann ich heutzutage nicht abgeben, & damals blieb mir meist die spucke weg ob der perfidie, mit der man die arbeitslosen in etwas draengt, ohne ausgang, ohne ziel. die ueb erschrift dieses posts spielt auf das kinderbuch von janosch an, ´o wie schoen ist panama´, rufen die drei freunde, sie wissen aber nicht, was panama ist, sie wissen gar nichts darueber, & ihre gedanken & traueme ueber diesen seltsamen begriff bilden die geschichte in diesem buch.
eigentlich eine wunderbare idee, ich habe sie nur bezogen auf die hartz4-geschichte, insbesondere auf den 1euro-blasebalg …. noch fragen!?
(wird fortgesetzt)

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