HALLELUJA I´M A BUM!

….. im rhythmus der zeit aus dem bett gefallen ….. so koennte der anfang eines meiner lebenslaeufe lauten. zum glueck habe ich noch keinen in diesem jahr geschrieben. zur zeit schnuppere ich wieder nach der freiheit, die da heisst, sich nach allen seiten umzuschauen, & die unendlichkeit ist nicht weit. halleluja, i´m a bum! es ist auch ein gar schoenes leck-mich-am-arsch-gefuehl dabei, wie in meiner jugendzeit, wie vor ueber dreissig jahren. hat nur nicht viel gebracht. diese traenen sind endgueltig versiegt, die kommen nie wieder, ein paar quellen der inspiration sind noch vorhanden, aber sie verlanden.
waere ich ein vogel, wuerde ich das land gruen anstreichen, waere ich eine katze, wuerde ich es grau & rot bemalen, waere ich ein hund, wuerde es nur grau/schwarzweiss wirken – aber ich bin ein menschlicher land-streicher, der zwar nicht die erste geige spielt, aber die zweite & dritte sind auch nicht zu verachten. & mein malerpinsel hat alle farben schon beruehrt. 

& ich singe im dunkeln, damit ich mich nicht fuerchte, wenn die farben des lebens verschwinden. jaja, die raetsel, die ich verbreite, nehmen von tag zu tag zu. aber in diesen tagen kann ich nicht anders schreiben oder denken, es geschieht zuviel neben mir, ausserhalb von mir – schade, den rhythmus der zeit kann ich nicht wieder einfangen, ich bin draussen unterwegs, es gibt nur nirgends & nirgendwo als himmelsrichtungen fuer mich. es hiess immer, die zeit laeuft. sie laeuft nicht, wir sind es, die ihr entkommen wollen, wir vergehen, wir gehen – irgendwohin, wo es keine uhren mehr geben muss. & wo die bedeutungslosigkeit in buechern geschrieben steht & nicht auf unserer stirn. das ist nun einmal das stigma des land-streichers, des vagabunden, des ruhelosen. o ja, das suchen hat immer geholfen, & war der weg noch so hoffnungslos verschneit & steinschlaege ruehrten erbarmungslos an meine traeume….

es ist diese sucherei – hallo, ist jemand da draussen, der ein herz hat, der versteht, was man sagt, der mitsingt, der mittrinkt, der mit einem gehen will? sie erschoepft mich, schon seit langer zeit. meine schuhe sind durchgelaufen, mein trinkglas ist leer, auch mein rucksack, der haengt schlaff an seinen seilen. ich schmeisse meine flaschenpost in die luft, wenn es keinen ozean oder fluss in der naehe gibt, & dies ist die flaschenpost eines ruhelosen. halleluja, i´m a bum.



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