IM SCHLOSS GEHT´S AB – JEANNETTE CURTA´S AUFTRITT

seien wir ehrlich: die konzerte im schloss von blieskastel werden immer besser – eigentlich muesste ich eine eloge auf die beigeordnete fuer kultur der stadt blieskastel ausbringen. aber ich trau mich nicht, versuche es dennoch, indem ich es durch die blume sagen moechte. woher krieg ich jetzt bloss die blumen her? um diese zeit is nix mehr geoeffnet – anyway, nix wie hin, in letzter zeit muss man sehr frueh dort aufkreuzen, sonst bekommt man keinen guten platz.
ein alter bekannter, guido allgeier, gitarrist extraordinaire, betritt die buehne, zusammen mit einem schlagzeuger – mit einem verhaltenen stueck beginnt der konzertabend.
ich kann´s nicht anders ausdruecken, die musik zieht mich sofort in ihren bann. UNPLUGGED! faellt mir sofort ein, der schlagzeuger spielt seine instrumente mit den blossen haenden, jedenfalls im eingangsstueck, leise & verhalten. einfach wunderbar.
& dann betritt die rot-schwarz gekleidete jeannette die buehne – & laesst wiederum aufhorchen. sie hat in der tat eine dunkle, soulige stimme, singt in franzoesisch, englisch, deutsch & spanisch, sogar auf rumaenisch ihre lieder. eine single namens „Non, Non, Non“ wird bald herausgebracht, das Lied singt sie auch heute abend. es reisst mich aber seltsamerweise nicht so arg vom stuhl, dafuer die anderen zuhoerer umso mehr – der beifall wird immer lauter & wird immer laenger anhaltend. auch die beiden hervorragenden musiker kriegen ihren „szenen“-applaus, der gitarrist spielt mittels eines besonderen effektgeraetes rhythmus- & sologitarre gleichzeitig, & ganz besonders bei einem bossa-nova-stueck raeumt er gruendlich ab, dass es mich nicht laenger aufm stuehlchen haelt. die pause entwickelt sich zu einer spontanen fotosession mit der band, sie lassen sich gerne  fotografieren, die drei. man wird noch mehr von ihr hoeren, da bin ich mir ganz sicher, nicht nur in deutschland.
leider habe ich mir die vielen titel nicht aufgeschrieben an diesem abend, sie spielen  ueber zwei stunden hinweg & wird kein bisschen langweilig. aber wenn der ganze schloesschenkeller mitsingt & selbst die desinteressierten kellnerinnen im schankraum die augenbrauen heben & die ohren aufstellen, kann das konzert nicht so schlecht gewesen sein …….. oder!?
schade, die frau rinderle, besagte dame der stadtverwaltung, die fuer diese chanson-abende sorgt & weiterhin sorgen wird, war leider abwesend. meine anvertraute haette ihr viel zu erzaehlen gehabt. ich habe sie selten so begeistert aus dem haeuschen gesehen wie an diesem abend.
cds gab´s leider keine zu kaufen, sie waren ausverkauft an anderer stelle. schade.

Advertisements