MEIN A-POLITISCHER ASCHERMITTWOCH

…. Apolitisch ist nicht ganz der richtige ausdruck – vielleicht waere „Rueckkehr nach Normalien“ zutreffender. Als halbausgestossener dieser ueberaus korrupten & geldgeilen notgemeinschaft mit namen „gesellschaft“ kann ich leider nix mehr anfangen, also brauche ich auch ihre antiquierten rituale nicht weiter mitzumachen. Aber auf den aschermittwoch freue ich mich mittlerweile doch noch, denn dann ist dieser spuk namens „5. Jahreszeit“ fuer eine zeitlang vorueber, jedenfalls bis zum november. Mittwochs wird die woche geteilt, sagte man frueher bei uns, was ist dann ascher-mittwoch? Wird da die asche aufgeteilt, oder der scherbenhaufen, das carepaket der armseligen witwen? Vielleicht auch ein scherbengericht abgehalten, wer nur ist der angeklagte & wer der richter? Aber ich schweife ab, es bereitet mir die schiere klammheimliche freude, nicht mehr dabei zu sein, wie vor beinahe 30 jahren noch, da habe ich alles viel ernster genommen. Wird nicht wieder vorkommen, versprochen. Ich gehe schon seit langem in sack & asche, hat nichts mit busse-tun zu tun, ist nur so ´ne redewendung, eine umschreibung fuer das schicksal, das ich mir selber zuzuschreiben habe.
Klingt pathetisch, oder!?

Ich habe vor, all diese gesellschaftlich eingerosteten halb- viertel- & ganz-rituale abzulegen, katapultiere mich dadurch aber ins gesellschaftliche abseits. Macht aber nix, meine abneigung beruht auf gegenseitigkeit. Das heisst aber wohl, dass ich bei jedem abgelegten klischee immer mehr verstummen muss, da es irgendwann dann nix mehr zu laestern, zu beklagen oder anzuprangern gilt. Mir entziehe ich selber quasi die lizenz dazu, weil ich ja keine aussagen mehr machen kann. & dieses wollte ja die ganze zeit meine gesellschaftshuberei – denn wer nicht dazugehoeren will, der soll auch das maul halten. Ich fuer meinen teil gehoere aus freien stuecken & gerne, aus vollem herzen!, nicht weiter dazu. Die gesellschaft, von der ich rede, ist fuer mich schon vor langer zeit einsam gestorben, & die wenigen ueberlebenden sind zombies ihrer selbst.

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Ein Kommentar zu „MEIN A-POLITISCHER ASCHERMITTWOCH

  1. Gefällt mir nicht. Denn: Verwandle Dich in ein Hähnchen, Kälbchen, Ferkelchen und Du wirst sehen, was es damit auf sich hat, nicht zur menschl. (man muss es abkürzen) Gesellschaft zu gehören. Gibts im Wald nicht den Eichehäher, Kiebitz? Die gehören auch „nicht“ zur Vogelgesellschaft, sie schreien, wenn der Fuchs kommt. Und Du hast auch eine solche Abseits-Funktion. Du solltest nur nicht stets um Dich selber kreisen. Das geht in die Irre und Leere.

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