AmateurMusik

ich bin kein musikprofi – leider. seit 1970 spiele ich mit unterbrechungen in verschiedenen bands, habe ein paar solosachen gemacht, nenne mich neuerdings auf meinen homerecordings philipp sutaio, warum auch immer, aber professionell musizieren, das ist nicht drin.
macht nix, ich tu´s trotzdem. nur sind mir zur zeit meine traeume ganz gehoerig abhanden gekommen. ich schwimme, wie man so schoen sagt. selbstverunsicherung koennte man´s auch nennen. manchmal kommen mir eben zweifel, ob es sich ueberhaupt noch lohnt, irgendeinen ton von sich zu geben (ausser den koerperfunktionen, hae hae!), das nichtpublikum ist zu zahlreich. wen interessiert schon ein klampfer, der nur gestammel von sich geben kann, wenn er einen (EINEN!!!) zuhoerer hat!? die nervositaet ist womoeglich eine ursache, eine weitere die allgemeine koerperliche & geistige unsicherheit, die nirgends vor mir haltmachen. gnadenlos finden sie sich bei mir ein, grinsen sich eins, wenn ich mal wieder danebengegriffen habe auf der gitarre & feixen hinter meinem ruecken, weil der depp es tatsaechlich wagte, sich vor einem desinteressierten publikum so zu entbloessen, dass es eine wahre freude ist.
soviel zur wirklichkeit.
ich kann nur immer wieder betonen, dass es auch andere momente gibt. sie liegen zwar in der vergangenheit mittlerweile, aber man kann dennoch noch ein wenig von ihnen zehren. & da ich mir vornahm, auch in der vergangenheit, nur noch bei mir selbst zu lernen, was ich auch mitunter schaffte, kann ich mir kaum einen vorwurf machen. es ist hier von eigenkompositionen die rede, wohlgemerkt. aber was ist mit den covers?
natuerlich waere eine rockband im ruecken mein einziges, wahres ziel – dem ist aber nicht so. wer traut schon einem dilettanten wie mir zu, einen eigenen song richtig auf die beine zu stellen, geschweige denn, einen halbwegs vernuenftigen text zustande zu bringen!? das ist nicht mal witzig. das ist ´ne katastrophe.
so oder so aehnlich klingt´s in meinem kopf, wenn ich es wage, solche kuehnen gedankengaenge einzuschlagen. das messer im kopf ist noch immer die beste waffe fuer die verhinderung einer kleinen bis mittleren karriere.
seit ueber vierzig jahren mache ich amateurmusik. unsere alte band hat sich wieder zu vier fuenfteln zusammengefunden & musiziert wieder, spaerlich zwar, aber immerhin. nun ist es fast ein jahr her, dass wir wieder zusammengekommen sind & unser repertoire beratschlagt haben. damals allerdings noch ohne drummer, der ist mittlerweile – seit april – bei uns, macht sich ganz gut mit seinem cajon. er will sich noch ein elektrisches schlagzeug zulegen, sagt er. soll er. muss er sogar. wir stecken alle tief mittendrin in der sache. eigentlich muesste es brodeln, sie wie es anfangs einsetzte. mittlerweile ist eine langweilende gurkentruppe aus uns geworden, die nicht wissen, wohin mit ihren talenten.
darf ich einen vorschlag machen …… ?
da ich lediglich zehn prozent von den vier fuenfteln ausmache, wird die angesetzte frage erst gar nicht richtig wahrgenommen.
was ist das?
ich kehre besser wieder in mein kaemmerchen – sprich: homerecording-kabuff – zurueck & schreibe & nehme auf, verwerfe, euphorisiere ein wenig, wenn mir was gelungen ist, traeume meine kuehnsten traeume, die nie in erfuellung gehen – aber zufrieden ueber diesen amateurhaften zustand bin ich bei weitem nicht.

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2 Kommentare zu „AmateurMusik

  1. Hallo, ich hab grade im Radio gehört, dass sich eine Hamburger Band namens „slime“ wieder zusammengefunden hat. Nach 12 Jahren. Es ist eine Punk-Band. Ich hatte nie von denen gehört und finde keine Anzeichen für eine Punk-Renaissance. Also nur Mut!

    1. Merci dafuer, lieber Monologe. auch aus meiner heimatstadt blieskastel bekomme ich erste positive signale. morgen abend weiss ich mehr. danke fuer die anteilnahme.
      i walk the line.

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