PHIL SUTAIO SAYS HELLO

Oho, es scheint, ich werde wieder gelesen in der wordpress-welt – habe meine schoepferische pause auch endlich beenden koennen, der sommer verlief ueberaus ereignisreich fuer mich – & meine wut auf unsere westeuropaeisch-nordamerikanische gesellschaft waechst & waechst, von tag zu tag mehr. & meine verzweiflung waechst mit. Ich habe nix zu verschenken, so wie viele andere arme leute, aber ich wuerde gerne meine letzte kraft dafuer verwenden, eine neue, bessere gesellschaftsform in die wege zu leiten. Was wuerde ich nicht noch alles gerne aendern!? Das verdammte kleine leben fliesst dahin wie ein seichter fluss, dessen wasser truebe ist & die fische in ihm kieloben schwimmen – doch was kann man tun, ausser in einer rock ´n´ roll-band zu spielen, die nur selten den weg zu sich findet, in einem jahr, das leise & unbemerkt dahinplaetschert!?
Den grossen segen, die erfolgreiche karriere, eine familie gruenden, kinder haben, eine gute frau, das habe ich alles versaeumt, mir zuzulegen, glaubte an die freiheit des einzelnen. Aber ich bin nicht weiter traurig deswegen. Frauen wollten mich nicht, die jungen ebenso wenig wie die aelteren, reiferen, die wollen alle nur geldmaenner mit frisch gestaerkten socken. Ich habe einen packen songs & noch mehr stapel von gedichten, sonst nix. Wer sollte sie haben wollen?

Eines habe ich in diesem sommer gefunden: viele gute bekanntschaften, niemanden von der stange oder auf bildzeitungs-niveau, nur bin ich auch bei denen in gewissem masse ein aussenseiter. Daran musste ich mich mein gesamtes leben gewoehnen, das ist nicht weiter verwunderlich. Der gepruegelte wolf in mir wehrt sich noch immer mit saemtlichen pfoten gegen eine bestimmte vereinnahmung. Aber niemand vermag mich zu packen, ob das immer gut ist, sei dahingestellt. Auch ein wolf hat gewisse sehnsuechte. Wenn die jedoch unerfuellt bleiben? Ich fuer meinen teil, & da moechte ich auf den anfang zurueckkommen, moechte im grunde nur gelesen werden, oder gehoert, wenn unsere rnr-band mal dereinst auf eine buehne tritt vor publikum. Auf diesen oder jenen spass warte ich noch, alles andere ist mir fade geworden & ueberdruessig meinem leben stehe ich jeden tag gegenueber. Is´ aber nicht so schlimm, wie es sich anhoert. Auf der mitleidsschiene verkehrt bei mir kein zug mehr, garantiert.

 

Es ist 2012, ein jahr, bei dem ich mir an jedem tag bewusst bin, dass ich auch 30 jahre oder noch aelter sein koennte, als ich bin, also am ende meines lebens stehen koennte. Wo waeren diese 30 jahre dann hin verschwunden? Genau dorthin, wo die uebrigen beinahe achtundfuenfzig geblieben sind. Im nichts, im chaos, in der gottlosen finsternis des weltalls in meinem daemlichen kopf. Ein fruchtbarer boden fuer die geier.

 

Nun ja, wer so schreibt, der sollte vielleicht doch nicht gelesen werden, oder!? Aber meine zeit ist nicht um, sie war noch nicht da, fuerchte ich. & ob sie noch kommen wird, sei dahin gestellt. Aber ich will nicht mehr warten. So long.

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