sesambroetchen, tuerkischer honig & ein landei

bin am rumfahren, buchstaeblich am rotieren in der stadt – esse eine kleinigkeit zu mittag in dem neuen bistro am marktplatz, besser gesagt, in dem bistro mit dem neuen besitzer. meine begleiterin zahlt, ich habe meinen groll zuhaus gelassen. es koennte mir also gutgehen, tut´s aber nicht.
es ist heute donnerstag & markttag, da gehen die fische & angler ein & aus, bunte Marktschreier werfen obst auf die strasse, man braucht es nur aufzuheben. glitschiger regenfall lässt die pflastersteine stumpf glaenzen, aber das bistro ist in einem lila ton erleuchtet, der jede Person sympathisch erscheinen laesst. habe ich „sympathisch“ gesagt!? ein paar frauen reden sich den mund fusselig ueber die fluechtlingsfrage, aber sie meinen die tuerkei anstatt syrien, geschweige denn andere laender. es ist eine zumutung, dieses gespraech, weil der laden so fuerchterlich klein ist, bekomme ich jedes wort mit. zum glueck sind sie bald fertig mit dem kuchenessen, bezahlen & gehen.
meine begleiterin & ich gehen ebenfalls. der tag ist gelaufen, obwohl es erst mittag ist.

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