Namenlos (noch)

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich den Boden unter den Füssen verliere, liegt dies womöglich an meinem fortschreitenden Alter? Da habe ich ´ne ausgewachsene Schreib-Ladehemmung, nicht nur beim Posten dieser dubiosen Artikel, auch beim übrigen literarischen Schreiben – Diese Krise dauert schon sehr lange an, zu lange, wie ich finde.
Zum x-ten Male wage ich mich an die Fortsetzung meiner Autobiografie, nichts kommt dabei heraus, nur Vorwörter, Gedöns, Satzschnipsel, Halbideen, Viertelideen, gar-keine-Ideen-Ideen. Es ist zum Auswachsen!
Der Riesen-Text meiner geplanten Autobio sollte gar nicht an die Öffentlichkeit, es sollen sie nur ein paar wenige Leute lesen. & selbst dieses nimmt mir den Schreibmut.
Hatten berühmte Schreiberlinge nicht auch mal ´ne Schreibblockade in ihrem Leben gehabt? Kann mich noch gut entsinnen, dass ich davon gelesen habe in der Vergangenheit. Aber – Mache ich mir nicht selber ein bisschen Angst? Vielleicht verliere ich zuviel Zeit an Nichtstun!? Nein, es ist das falsche Wort, ich tue immer irgendetwas, & sollte ich nur Gedanken von einer Ecke in die andere schieben, wie Kulissen beim Provinzradiosender. Ja – Kann man so stehen lassen.
Jammern hilft nix. Nur, mit Jammern konnte ich schon so manchen kreativen Nachmittag bis in die späte Nacht ausweiten, das heisst, mit Jammern und Selbstbemitleiden fing´s an, mit wunderbaren Texten oder Teilen davon hörte es auf, irgendwann in der Nacht. Schreiben ist auch Therapie, Meditation, Bündelung aller vorhandenen Kräfte.
Wo sind die Kraftreserven bloss geblieben?
Es scheint, mein Glashaus, in dem ich sitze, ist aus doppeltem oder dreifachem Panzerglas. Na gut, ich schmeiss ja nicht mit Steinen – Aber es kommt auch niemand und wirft den ersten Stein, ha ha.
Noch nie war ein Trip so wertlos wie heute.

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Ein Kommentar zu „Namenlos (noch)

  1. Nie ist ein Tag nutzlos, wertlos oder umsonst. Vielleicht ist es für Dich möglich andere Perspektiven zu finden, durch neue Eindrücke, verrückte Ideen oder ander Menschen. Manchmal hilft es das zu tun woran Du nie gedacht hast. Geh hinaus in die Welt und schau Dir die Dinge an, die Du sonst nie beachten würdest. Sprich mit Menschen, die Du nicht kennst und niemals ansprechen würdest. Das öffnet Horizonte ;) Alles Liebe Danie

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